Es muss nicht immer Filet sein…

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Saftiges Rib-Eye mit Süßkartoffel und Maiskolben!

Dieses saftige Stück Fleisch habe ich mir gestern nach Büroschluss auf den Grill gelegt. Für alle Filet-Esser unter meinen Lesern! Traut euch mal über ein aromatisches Rib-Eye drüber. Fett kann man nach dem Grillen auch wegschneiden, aber der Geschmack wird euch begeistern. Hoffe ich zumindest.

Das Rib Eye ist ein oval-rundes Rindfleischstück aus dem vorderen Rücken. Ihr kennt es wahrscheinlich auch unter dem Namen Entrecôte, Hochrippe oder Rostbraten. Dieses Fleischstück bzw. dieser Muskel weist durch seine ständige Bewegung eine hohe intramuskuläre Marmorierung auf.

Feine Fettäderchen durchziehen das Fleisch und machen es deshalb besonders saftig. Ich persönlich finde ein gut gegrilltes Rib-Eye geschmacklich viel interessanter als das Filetstück. Das charakteristische Fettauge, das „eye“ ist ein eigentlich ein Muskelstrang, der optisch wie ein Auge wirkt. In Wirklichkeit handelt es sich allerdings um mehrere Muskelstränge, aus denen sich das Fleischstück zusammensetzt.

Auch für Grillanfänger ist das Rib Eye geeignet, denn es verzeiht so manche Unachtsamkeit, dank dem Fettauge wird das Austrocknen auch bei höheren Temperaturen verhindert. Die ideale Stärke eines Rib-Eye Steaks im Rohzustand liegt zwischen 2-4cm.

Positiv ist, dass dieses Fleisch eine höhere Temperatur am Grill verträgt, ja sogar braucht, damit sich das Fett etwas ausbrät. Der Geschmack bleibt keinesfalls auf der Strecke. Das „Fettauge“ darf vor der Zubereitung auf keinen Fall entfernt werden, denn es ist für den typischen Geschmack dieses Fleischstücks mit verantwortlich. Ich liebe den aromatischen Fleischgeschmack des Rib-Eyes. Das Fleisch wird bei entsprechender Reifung auch ausgesprochen mürbe.

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Einfach zum Reinbeißen!

 

 

Pinzgau Bräu – Pinzga Prost

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Handwerklich und traditionell hergestellte Biersorten

Durch Zufall habe ich neulich im Pinzgau, genauer gesagt in Bruck an der Glocknerstraße, einen kleinen Craft Bier Shop namens Pinzgau-Bräu entdeckt. Hier braut Hans-Peter Hochstaffl mittlerweile 6 verschiedene Craft-Biersorten in Flaschengärung. Craftbier bedeutet, dass das Bier nicht computergesteuert gebraut wird, sondern in reiner Handarbeit. Natürlich habe ich mir für die Verkostung einen Sechserträger mit nach Wien genommen.

Phönix aus der Asche hat nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, sondern auch einen einzigartigen rauchigen Geschmack nach getorftem Whiskymalz. Dieses Bier eignet sich auch optimal als Grundlage für eine intensiv rauchige Grillmarinade. Der Geruch hat mich auf jeden Fall an unseren Besuch bei Jack Daniels in Lynchburg, Tennessee, erinnert.

Die beiden naturtrüben Weizenbiere hell & dunkel sind leicht zu trinken und voll im Geschmack. Das helle Weizen erinnert geschmacklich leicht an Banane, schmeckt fruchtig-würzig, das Dunkle an Bitterschokolade mit malzigem Aroma. Der Braumeister und Gründer der Pinzgau-Brauerei züchtet seine Hefekulturen selbst. Alle sechs Sorten werden nach der dreitägigen Hauptgärung in die schönen Bügelflaschen abgefüllt. Darin reift das Bier sieben weitere Tage und abschließend kommen die Flaschen eine Woche  in Kaltreifung, bevor die Flaschen in den Verkauf gelangen.

Die Pinzga Biere sind reine Naturprodukte aus österreichischen Zutaten. Bier besteht aus 90 %  Wasser, daher ist die Qualität diese Hauptzutat natürlich ausschlaggebend für das Brauergebnis. Für das Pinzga Bier wird ausschließlich reinstes Wasser aus den Tauern, direkt aus der Wölfelquelle in Fusch verwendet.

Tipp: Ihr bekommt das Pinzga Bier auch in Wien im Beerlovers Store auf der Gumpendorferstrasse. Wer den Beerlovers Store noch nicht kennt, kann hier nachlesen: http://wp.me/p4HAay-du

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Prost – Pinzga!

 

 

Adana Kebap Dürüm – Streetfood in Ottakring

Adana Kebap Dürüm vom Straßengrill in Ottakring.

Wenn plötzlich intensiver Grillgeruch in einer Wiener Gasse aufsteigt, kann es sich eigentlich nur um ein türkisches Moscheefest handeln. Ich nenne diese Grillhappenings immer so, weil ich natürlich nicht genau darüber informiert bin, warum und was gefeiert wird. Das ist mir auch relativ egal, mir geht es um die türkischen Grillspezialitäten.

Ab Anfang Mai fahre ich daher immer mit besonders offenen Augen und der Nase nach durch Wiens Gassln. Denn bei den türkischen Straßenfesten gibt es die herrlichsten Adana Kebap Dürums, Lamm- und Hühnerspieße direkt vom Holzkohlegrill.

Wenn ihr eine abgesperrte Gasse mit aufgestellten Holzkohlegrills und Heurigenbänken seht, euch Rauchschwaden und würziger Lammfleischgeruch in die Nase steigt, solltet ihr unbedingt vorbeischauen und euch durchkosten.

Mischt euch unter die hungrigen Gäste, meistens waren wir bisher immer die einzigen „Fremden“. Aber keine Scheu, wir sind jedes Mal mehr als herzlich empfangen worden. Oft gab es sogar Gratiskostproben direkt vom Spieß. Essen verbindet!

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Hier grillen die Männer türkische Traditionsgerichte.

Der Ablauf ist bei all diesen Festen fast immer gleich. Bezahlt wird an der Kassa, dann bekommt ihr Bons für die georderten Speisen und Getränke, die man sich an den diversen Grillstationen abholt.

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Adana vom Holzkohlegrill mitten in Ottakring

Adana Kabap ist ein türkisches Fleischgericht, das seinen Ursprung in der Stadt Adana hat, daher auch der Name. Es wird auf Metallspießen über Holzkohle gegrillt und ist im Prinzip eine schärfere Version der Köfte. Adana besteht aus Lamm- und/oder Hammelfleisch und wird mit Salz und Chiliflocken gewürzt.

Natürlich gibt es diese Strassenfeste auch in anderen Wiener Bezirken, also immer schön brav mit offenen Augen durch die Stadt fahren (radeln, gehen,…)

 

 

 

 

Radatz und die Käsekrainer

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Radatz eröffnet die Grillsaison.

Letzte Woche wurde im lauschigen Hinterhof der Firma RADATZ in 1230 Wien bei eisiger Kälte die Grillsaison 2016 offiziell eröffnet.

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Eisige Kälte, doch Käsekrainer-Fans stört das nicht im Geringsten.

Masslosgrillen hat sich für euch ins Getümmel geworfen. Hier ein paar Impressionen vom Event.

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Franz Radatz eröffnet die Grillsaison 2016.

Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder das bereits legendäre Radatz-Wutzler-Turnier statt.

Radatz Wutzler-Turnier

Nicht nur an den Grillern, sondern auch an den Wutzlertischen ging es heiß her.

Die Hauptattraktion waren natürlich die RADATZ-Käsekrainer, die wir Wiener so sehr lieben, besonders nachts am Würstelstand schmecken sie (mir) immer wieder hervorragend. Eine Käsekrainer muss heiß und knusprig sein, mit dem typischen „Käsefusserl“.

Die Wurst mit Emmentaler, gibt es seit etwa 40 Jahren und ihre Zubereitung ist eine Wissenschaft, darüber sind sich viele „Grillprofis“ einig.

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Dazu gab es diverse Salate, Brot, Würstelsenf und Ketchup.

Zubereitung der Käsekrainer

  1. Die Wurst wird zuerst mit einem so genannten Wurst-Stupfer eingestochen und langsam gebraten.
  2. Die Haut wird mit Fett bepinselt und im Verlauf des Grillens noch bis zu drei weitere Male angestochen. Vor dem Servieren lässt man sie noch drei Minuten rasten.
  3. So erhält die Käsekrainer das typische „Käsefusserl“, eine köstliche Käse-Kruste.
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Käsekrainer perfekt grillen ist nicht so leicht wie man vielleicht glauben mag.

Wer nicht selbst grillen mag oder nach einer durchtanzten Nacht noch Hunger hat,  kann mit dem überaus praktischen Würstelstandfinder, die Würstelstände finden, die die Radatz-Käsekrainer verkaufen.

Als Alternative zur Käsekrainer oder für viele auch als zweiten Gang :-)  Pulled Pork Sandwich mit Coleslaw.

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Das Fleisch war super gschmackig.

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Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

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Hier wird das Fleisch für das Pulled Pork sorgfältig gezupft.

Radatz Grill-Opening

Ich habe mich gefreut dabei gewesen zu sein.

Viel Spaß beim Grillen! Das Muttertags-Wochenende soll wettertechnisch ja optimal werden, um die Griller anzuheizen. Was werdet ihr euren Müttern heuer auf den Rost legen?

 

Voll auf Hopfen – BeerLovers – all about craft

Beerlover - all about craft

Das Craft-Bier-Mekka mitten in Gumpendorf.

Im größten Craft Bier Store Österreichs  „Beer-Lovers – all about craft“  warten 1.000 verschiedenen Biere, von mehr als 120 Brauereien weltweit, auf durstige Kundschaft. Bier ist nicht gleich Bier. Das wird sehr schnell klar, sobald man das geräumige Geschäftslokal in der Gumpendorferstrasse 35 betritt.

Beerlover - all about craft

Viel Platz für viel Bier. Im Keller gibt sogar genügend Platz für Workshops.

Ohne Hilfe ist man sehr leicht überfordert, weil die Auswahl enorm groß ist.

Beerlover - all about craft

Viel Platz für viel Bier.

Doch durch die großartige Beratung der Diplom-Biersommeliers fühlt man sich auch als Craft Laie gleich richtig wohl. Unsere Begeisterung ist grenzenlos, sowie das Sortiment – Biere in 70 verschiedenen Braustilen werden verkauft.

Wichtiger Tipp: nicht nur nach Etikett kaufen, obwohl dies natürlich sehr verführerisch ist. Viele der Etiketten sind echte Kunstwerke.  Lasst euch von den sehr motivierten Mitarbeitern beraten.

Beerlover - all about craft

Im Store findet ihr auch diverse Accessoires und Literatur.

Diese Biere haben wir bei unserem ersten, aber sicher nicht letzten Besuch, bei Beerlovers mit nach Hause genommen und verkostet.

Beerlover - all about craft

Unsere 3 Kostproben.

Texas Ranger (Mikkeller – Dänemark) ist tiefschwarz und hat bildet im Glas eine dunkelbraune Schaumkrone. Das Aroma erinnert mich an Kaffee, Schokolade und Pfeffer. Man schmeckt intensives Röstmalzaroma mit einer leichten Schärfe. Der extra bittere Geschmack überdeckt für mich aber die Schärfe fast vollständig. Dieses Bier passt sicher sehr gut zu asiatischem Essen oder zum Einlegen von Grillfleisch. Ich kann es mir auch sehr gut zum Übergießen von einem deftigen Schweinsbraten vorstellen. € 4,50

Blanche de Namur (Brauerei: Hoegaarden- Belgien) Im Glas hat dieses Witbier (Weizenbier) eine trübe gelbe Farbe. Im Aroma identifiziert man Noten von Koriander, Weizen und Zitrusfrüchten. Dieses Bier schmeckt erfrischend fruchtig & süß. Es ist sehr süffig und leicht zu trinken. € 2,15

Gossip (To Øl – Dänemark) Ein nach deutscher Weise gebrautes Gose Bier mit 35% Weizen und jede Menge Hagebutte. Schmeckt sauer, salzig und fruchtig zugleich. Gose ist ein alte deutsche Herstellungsmethode von Bier, durch Spontangärung. Ein typisches Sauer-Bier. Diese Bierherstellungsmethode, die bereits im Mittelalter Gang und Gebe war, erlebt gerade eine Renaissance. € 4,50

Wer gerne mehr über das Lieblingsgetränk der Nation erfahren möchte oder auf der Suche nach einem originellen Geschenk ist, dem kann ich einen der vielen Beerlover Workshops empfehlen, die zu unterschiedlichen Themen angeboten werden (1×1 der Biere, Internationale Craftbiere, India Pale Ale, Dark Craft). Tickets bekommt ihr im Onlineshop unter www.beerlovers.at

Was das Beerlovers sonst noch zu bieten hat:
  • Begehbare Kühlzelle
  • Growler-Abfüllungen „on tap“
  • live testen – bequem online nachbestellen
  • Eventraum und eigene Brauerei

Am besten ihr schaut selbst vorbei und lasst euch in die Welt des Craft Biers entführen.

Prost!

 

Joma Barbecue Burger

Joma Barbecue Burger

Joma Barbecue Burger mit French Fries und würziger Barbecue-Sauce

Unsere Suche nach dem besten Burger Wiens geht weiter: Diesmal haben wir den Joma Barbecue Burger unter die Lupe genommen.
Der Burger vom Grill besteht aus folgenden Elementen und Beilagen: Beef – Speck – Käse – Ei // French Fries

Zu den Pommes wird eine Barbecue Sauce, die mit knusprigen Speckstückchen verfeinert ist, serviert.
Pluspunkt für die extra heißen und sehr knusprigen French Fries.

Groß ist der Joma Barbecue Burger nicht, vor allem nicht für den doch stolzen Preis von € 13,50. Geschmacklich hat er mich aber wirklich begeistert. Das Spiegelei war richtig kernweich gebraten und hat sich dadurch beim Schneiden sehr gut mit den restlichen Zutaten vermischt. Summa summarum ein sehr runder Geschmack.

Als kleiner Snack , ist die Portion gerade richtig. Wer allerdings echten Hunger hat, sollte sich auch eine Suppe und/oder Nachspeise gönnen.

Low-Carb Fans wird der Burger auch gerne ohne Bun zubereitet. Fleischtiger kommen gegen Aufzahlung von € 3,- in den Genuss der Double-Beef Variation.

Joma Barbecue Burger

Zutaten: Beef, Käse, Spiegelei, Speck

Fazit: Sicher ein Burger, den ich jederzeit wieder essen würde. Geschmacklich fast perfekt, nur der Speck hätte einen Tick knuspriger sein können.  Für den Platz 1 reicht es aufgrund von Größe und Preis allerdings nicht.

JOMA
Hoher Markt 10
1010 Wien
Telefon: 01/532 10 32
Öffnungszeiten:
Sonntag bis Donnerstag von 08:00 bis 24:00 Uhr
Freitag /Samstag von 08:00 bis 01:00 Uhr Küche von 08:00 bis 23:00

Preview: Frisch gegrillt

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Grillen Spezial – in der Frisch gekocht Mai Ausgabe

 

Brine, Cadillac Cut, FOB, Dry Rub, Mop, Plateauphase, Minion Ring, Bark, Holi Trinity, Hot Spot, Rückwärtsgrillen, 3-2-1 Methode, Texaskrücke. Ihr versteht nur Bahnhof?
Die Auflösung findet ihr in der neuen Frisch gekocht Grillbeilage.

Die Mai Ausgabe von Frisch gekocht – ab 21.4.im Handel – enthält diesmal eine Beilage mit 21 genialen Rezepten rund ums Grillen und Tipps zu den Themen Fleisch, Gemüse, Wurst, Griller und Garzeiten.

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Hier ein exklusiver Preview in die neue Frisch gekocht GRILLBEILAGE.